camera logica

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Aufnahme und Entwicklung virtueller Bilder
durch Aufzeichnung und Analyse von Big Data
in der Tradition der Generativen Fotografie.

Die camera logica ist ein Experiment, dass mit der Methodik der Generativen Fotografie, den Versuch unternimmt, die unvorstellbaren Fotodatenmengen im Netz greifbar zu machen. In logischen Räumen, nehmen die Daten, gesteuert durch die Gesetze von Algorithmen, neue ästhetische Strukturen und Formen an.

Bachelorarbeit: Franz Mattuschka, HTW Berlin, Juli 2017

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Die digitale Gesellschaft häuft Datenmengen an, die wir längst nicht mehr begreifen können.
In dem Sozialen Netzwerk Instagram werden unaufhörlich Fotos gepostet, geteilt, geliket und kommentiert, die Menge an Daten wächst auch hier unaufhörlich und ist in der Gänze nicht mehr zu überblicken. Mehrere Millionen Fotos kommen allein täglich dazu.

Meine Auseinandersetzung mit dem Thema möchte diesen Fakt der Bilderflut nicht negativ kritisieren, sie nimmt dies als gegeben wahr und fragt stattdessen: Wie kann eine unüberschaubare Menge von Daten, die in unserer Realität keine physische Form besitzt, aussehen? Inwieweit können sich die Daten selbst in ihrer Erscheinung definieren? Welche Schlüsse kann der Betrachter am Ende aus der daraus entstehenden Abbildung ziehen?

Mit Methoden der generativen Fotografie (Gottfried Jäger, 1969), aktueller Software und Hardware, stellt sich die Arbeit der Herausforderung mit einer Reihe von digitalen „optischen“ Experimenten diese Fragen beantworten zu wollen.

Ziel ist es, dass neue ästhetische Strukturen in einem logischen Raum (camera logica) entstehen können, die einen optimalen und funktionalen Bezug aller beteiligten Elemente aufweisen. Dafür werden Programme benötigt, die mit Algorithmen die Daten-Elemente neu strukturieren. Mit einer anschließenden zielgerichteten Operation, wird das Ergebnis in eine visuelle Form transformiert.

Gottfried Jäger hat die Bilder meiner Arbeit als „photo-related data-images“ bezeichnet und findet damit einen Begriff, der um die Ergebnisse der camera logica eine Klammer bildet.

Die Arbeit geht bewusst an und über die Grenze, von dem was in der heutigen Zeit als „Fotografie“ bezeichnet wird und möchte damit provozieren um neue Fragen aufzuwerfen und Diskussionen auszulösen – denn die digitale Welt ist mit unserer klassischen Kamera nicht fassbar, aber diese Welt existiert und ist es Wert in eine visuelle Form gebracht zu werden.

 

HTW Berlin
Fachbereich 5, Gestaltung & Kultur
Studiengang: Kommunikationsdesign (Bachelor)

1. Prüfer: Prof. Henrik Spohler
2. Prüfer: Prof. Andreas Ingerl

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